Showing posts with label nähen. Show all posts
Showing posts with label nähen. Show all posts

Thursday, June 04, 2015

Fakten und Gedanken zur Shoperöffnung

Ihr Lieben,

Ich glaube es selbst noch gar nicht - aber nach monatelanger Arbeit ist seit gestern nun der Onlineshop auf Etsy für Vorbestellungen geöffnet. 




Natürlich hau ich euch sofort den Link um die Ohren. Versprecht aber, dass ihr auch noch mal zurück kommt, ja? Gut. Dann hier entlang: 


Seit ich vor ca. einem Jahr anfing, meine Stoffe selbst zu bedrucken, habe ich viele Phasen durchlebt. Zwischen "Oh mein Gott, das ist DIE Geschäftsidee, damit werde ich reich!" und "Oh Gott, das ist so viel Arbeit, das zahlt mir niemals jemand.." war wirklich alles dabei. Ich überlegte, vielleicht nur bedruckte Stoffe zu verkaufen und mich aus dem Nähgeschäft zurückzuziehen (ohne dort jemals wirklich "vorgezogen" gewesen zu sein, haha). Dann entschloss ich, doch nur Genähtes zu verkaufen. Aber nur Vorproduziertes. Der Gedanke, dass ich mich stundenlang hinsetze, um ein gewisses Kontingent einstellen zu können, es dann aber nicht verkauft wird oder nicht die richtige Größenverteilung sein könnte, schreckte mich aber gehörig ab. Wie unglaublich schade das einfach um meine Zeit und auch das Material wäre (vom finanziellen Faktor mal ganz abgesehen). 

Womit alles begann...


Nach langen Überlegungen und intensiver Arbeit an meiner Laureatsarbeit (ich hatte mir eine Nähpause verhängt) brannte mir der Gedanke, einen kleinen Shop zu eröffnen und eine Kollektion zu erstellen aber sehr stark unter den Nägeln. Kein Tag verging ohne Zeichnen. So nahm nach und nach alles Gestalt an. Blieb noch die Frage, welches Modell der Produktion ich am besten verfolge. Und so schien mir die Möglichkeit, vorab Vorbestellungen anzunehmen, geradezu perfekt. 

Was meine ich mit Vorbestellungen? Wenn ihr im Shop jetzt etwas auswählt und kauft, wird als Fertigungszeit eine Zeitspanne von 4-6 Wochen angezeigt. Diese Option wird für eine Woche aktiv sein. Nach dieser Woche kann ich die Statistiken genau auswerten und entscheiden, welche Teile der Kollektion den anderen den Vortritt lassen müssen. Es bringt ja nix, den Shop voll zu haben mit Dingen, die sich leider nicht verkaufen. Anhand der Zahlen werde ich auch Schlüsse für die Herbst-/Winterkollektion ziehen und bestenfalls meine Ideen und Vorstellungen mit eurem Geschmack und euren Bedürfnissen auf einen grünen Zweig bringen. 



Natürlich versuche ich alles, um die vorbestellten Produkte vor Ablauf der 6-Wochenfrist zu fertigen und zu versenden. Das hängt alles ganz davon ab, wie viel tatsächlich gekauft wird. 

Am Tag der eigentlichen Shoperöffnung mit normaler Bearbeitungszeit von 1-2 Wochen machen sich alle vorbestellten Sachen auf den Weg zu euch. Ihr seid somit die allerersten, die meine Sachen in der Hand halten werden. 




An sich hätte ich zum heutigen Zeitpunkt so gern schon eine eigene Webseite mit eigenem Shop, regelmäßigere Arbeitszeiten, Vorlauf in der Produktion, Unterstützung bei der Online-Arbeit (alles von Fotos machen und bearbeiten über Produkte in den Shop einpflegen bis hin zum Bloggen) und einen treuen Kundenstamm. Ich musste mir aber auch einfach eingestehen, dass der Ist-Zustand momentan ein anderer ist. Und dass das vollkommen in Ordnung so ist. Ich bin Perfektionistin und packe gern Dinge an, die Hand und Fuß haben. Und das soll dieser Shop auch. Aber es ist auch okay, dass genau das ein Wachstumsprozess ist. Astor hatte vor nichtmal einer Woche seinen ersten Geburtstag und geht erst ab August in die Kita. Im März habe ich mein Studium abgeschlossen. So gern ich es wäre - ich bin tatsächlich nicht Superwoman. :) Und das beste daran: ich muss es auch nicht sein. Ich brenne für dieses Projekt, es ist quasi mein drittes Baby. Und kein Baby kommt laufend zur Welt (auch wenn manche Mütter  das gern so darstellen.. :D). Und diese Gewissheit, dass Entwicklung gut und notwendig ist, beruhigt mich momentan sehr. Ich freue mich so darauf, mich fotografisch weiterzuentwickeln, neue Inspirationen aufzusaugen und voranzubringen. Wie bei meinen anderen beiden Babys bin ich gespannt, wo die Reise hingeht. Hürden und harte Zeiten sind vorprogrammiert. Aber ich bin gewappnet. Und das Beste: der Anfang ist gemacht. Das Fundament ist gegossen. Ab hier geht's voran!



Ich hoffe, ihr seid ebenso gespannt wie ich, auf alles, was kommt. In der Regel meide ich diesen Satz, weil es für mich eigentlich selbstverständlich ist für alles, was wir tun und man nicht nachfragen müssen sollte.. Dennoch: ich freue mich wirklich ausgesprochen über alles an Feedback, was ihr zu geben habt. Auch konstruktive, höfliche Kritik nehme ich gern an. Das jetzt ist eine entscheidende Phase für mein Label und all meine Bemühungen sind für die Katz, wenn ich euch nicht erreiche. 



Ohne hier übermäßig sentimental werden zu wollen.. (Wer mich kennt, lacht bestimmt gerade, denn sentimental werden kann ich ganz prima. "Übermäßig ist dann einfach nur Intepretationssache. :)) Danke an euch, die ihr das hier gerade lest. Wahrscheinlich habt ihr euch von Instagram hier her geklickt, weil ihr neugierig seid. Danke für dieses Interesse an meiner Arbeit! Ganz aufrichtig. Ohne die lieben bestärkenden Kommentare hätte ich zwischenzeitlich sicher schon mehrfach das Handtuch geworfen. Ich bin sehr glücklich über die Möglichkeiten des kreativen Austausches, die die multimediale Welt heute so mit sich bringt. Alles ist Inspiration. Danke! 



Innerhalb der nächsten Woche stelle ich euch die Kollektion hier noch einmal vor ("Was hat die sich denn eigentlich so dabei gedacht?), erzähle, wie ihr etwas gewinnen könnt und berichte vom neuen Logo und den Gedanken, Beweggründen und Bedeutungen dahinter. Ich freu mich!



Und weil ich ja nun tatsächlich etwas verkaufen mag, hier noch mal der Hinweis: Vorbestellungen die ganze Woche mit 10% Rabatt auf alle Artikel (Gutscheincode WILLKOMMEN eingeben) und ein Code für eine versandkostenfreie Folgebestellung wird nach Kauf per Email gesendet. Nun aber los! 

Monday, April 27, 2015

Probenähen für Lotte & Ludwig: Lottes Latz

Auch wenn die talentierte und unglaublich fleißige Svenja von Lotte & Ludwig in der Zwischenzeit schon wieder zwei (!!) geniale Ebooks veröffentlicht hat und gerade das Probenähen zum dritten einläutete, möchte ich euch noch über das Probenähen zu Lottes Latz berichten.



Das Ganze ging im Januar über die Bühne und fiel somit, wie der aufmerksame Leser vielleicht feststellt, mitten in die heiße Phase meiner Bachelorarbeit. Nicht so geschickt, oder? Ja, das muss ich im Nachhinein nun auch sagen. Ich war der Meinung, dass ein bisschen Ablenkung vom Schreiben gut und notwendig ist. An sich auch nicht verkehrt. Allerdings habe ich wirklich alles in kleinen Portionen bewerkstelligt, womit ein bisschen der Zusammenhang fehlte, den man für ein Projekt wie Lottes Latz braucht. Aber mehr dazu später.

Zuerst möchte ich euch das Ebook vorstellen. Also wie gewohnt erstmal wieder die wichtigsten Fakten im Überblick:



  • kann genäht werden als lange Latzhose, kurze Latzhose und als Kleid
  • mit Bündchen als Beinabschluss oder Saumaufschlag
  • mit Taschen oder Belegen
  • Kniepatches und Potaschen im Schnitt enthalten
  • kann aus Webware und Jersey/Sweat genäht werden
  • umfasst Größen 50-104
  • komplett bebilderte Anleitung
  • Anleitung für Knopfleiste zwischen den Beinen für leichteren Windelwechsel
  • passt auch bei Stoffwindelpopos
  • geeignet für Traglinge
  • Schwierigkeitsgrad 2: für fortgeschrittene Anfänge


Nun also zurück zu meiner Erfahrung. Das Probenähen lief sehr harmonisch in einer Facebookgruppe ab und Svenja stand tatsächlich Tag und Nacht für Probleme oder Rückfragen zur Verfügung. Ich kann es an dieser Stelle nur noch einmal betonen: ihre Kompetenz zeigt sich in vielen kleinen Details. Ich bin wirklich angetan. Da sich die Hose aus verschiedensten Materialien nähen lässt, stand ich mal wieder vor der Qual der Wahl. Ich wollte ein Geschwisterhosenpärchen nähen, das zwei Varianten des Schnittes repräsentiert. Somit entschied ich mich für die Farbkombi dunkelbraun-mint (die übrigens auch die Wände im Kinderzimmer schmückt..) und verpasste Olive eine kurze Version und Astor die lange.



Olives Hose ist komplett aus Baumwollleinen und dadurch sehr luftig und angenehm für den Sommer oder auch die Übergangszeit mit Strumpfhose. Astors Hose ist im oberen Teil aus Baumwollleinen, der untere Teil ist sehr kuscheliger Wintersweat. Bedruckt wurden die Latzteile mit meiner Ananas in jeweiliger Kontrastfarbe. Aus zeitökonomischen Gründen (haha! klingt gut, ne?) habe ich mich für die einfachere Variante mit den Belegen entschieden. 





Und nun kommen wir zum ehrlichen Teil des Beitrags. Ich bin ja immer für Authentizität. Denn auch bei mir läuft nicht immer alles rund. Und in der Bachelorarbeitszeit lief erst recht nicht alles rund. Eigentlich lief es eckig. Richtig eckig. :D Habe jedenfalls im vollen Tran beim Zuschneiden die Nahtzugabe vergessen. Dadurch fehlen wichtige Zentimeter an allen Enden.. Wirklich schade und hat mich unglaublich geärgert. Aber so ist das eben manchmal. Und aus Fehlern lernt man ja bekanntlich. Fotos sind dennoch ein paar niedliche entstanden, wie ich finde. Bin da natürlich überhaupt nicht voreingenommen oder so. :) 

Hier sieht man, dass die Hose zu knapp ist und spannt.. Ehrlichkeit und so.


Als die Arbeit dann abgegeben war, habe ich in Ruhe und unter großer Gewissenhaftigkeit noch ein Kleidchen mit Taschen genäht. Dafür wurden mir klare Vorsätze vom Bärchen gegeben. Lila musste dabei sein. Sie liebt lila. Aber noch mehr als die Farbe liebt sie das Bewusstsein, selbst bestimmen zu können. Das ist so faszinierend zu beobachten. 



Bedruckt habe ich das Kleid vorn mit meinem Pusteblumenstempel in abwechselnd schwarz und weiß. Wobei man weiß auf helllila natürlich nur so mittelgut sieht - besonders im Sonnenlicht. Aber es gefällt mir dennoch sehr gut und das Bärchen musste sofort eine echt Pusteblume finden.. 



Sie trägt das Kleid so gern, dass es jedes mal ein Kampf ist, sie davon zu überzeugen, dass es ab einem gewissen Grad der Verschmutzung einfach wirklich in die Waschmaschine gehört...

Grazil, das Bärchen. :D

Nachdem ich nun also drei Varianten genäht und gerade noch einmal das Ebook überflogen habe, kann ich aus voller Überzeugung sagen: Der Schnitt ist wirklich toll und der Kauf des Ebooks lohnt sich absolut. So vielseitig - je nachdem, für welche Stoffkombi man sich entscheidet. Schaut auch unbedingt mal HIER vorbei, um die Ergebnisse der anderen Probenäherinnen zu bestaunen. :)

Das Wichtigste zum Schluss: Das Ebook bekommt ihr HIER

Und nun bleibt mir nur noch, euch die restlichen Fotos um die Ohren zu hauen und dann ganz zum Schluss meine Stoffquellen zu nennen, auch wenn Unistoffe ja quasi überall zu bekommen sind. 



Die Raffung finde ich mit Sweat besonders schön. Wirkt so weich und rund. Also.. Wisster? :D









Man kann auch super einfach n bisschen abhängen im Kleid :)





Und nun zurück an die Nähmaschine! Der neue Schnitt möchte getestet werden. :)

Stoffe:
Baumwollleinen mint, braun, helllila: Stoff & Stil
Wintersweat dunkelbraun: Herbert Textil
Streifenjersey: Stoff & Stil
Bündchen mint: Traumbeere

Thursday, April 02, 2015

Probenähen für Dramina: Lütte Büx 2.0



Na huch, ein Blogpost? Ich bin ja zugegebenermaßen selbst ganz überrascht. :)

Ich durfte relativ spontan und kurzfristig für die liebe Svenja alias Dramina probenähen und ihren Schnitt für die überarbeitete Lütte Büx testen, da der kleine Bär praktischerweise in die noch benötigte 74 passt.



Dank der (mittlerweile nun abgegebenen und erfolgreich verteidigten... yayyy!) Laureatsarbeit habe ich ausnahmsweise mal nicht lang überlegt und schnell entschieden, den schönen Chambrey von Stoff und Stil zu vernähen. Eigentlich bin ich gar kein Denim-Fan - besitze tatsächlich nichtmal eine einzige blue jeans - aber in letzter Zeit kribbelte es mir immer häufiger in den Fingern, mal etwas zu nähen. Eine Tunika für Olive zum Beispiel oder Shorts. Shorts - na sieh einer an, das passt ja perfekt. :)



Ich entschied mich, die Taschen und die Krempen aus einem altblau/aqua-farbenen Kontraststoff aus Baumwolle zu nähen. Zum Schluss wurde alles noch mit meinem +-Stempel bedruckt. 



Aber nun mal Tacheles. Fakten und so:
  • Absolut, unbedingt und definitiv anfängergeeignet 
  • Kann aus dehnbaren UND nicht dehnbaren Stoffen genäht werden
  • Umfasst die Größen 56 bis 134
  • Beinhaltet zahlreiche Tipps und Hinweise, für Stoffwindelpopos z.B.
  • verschiedene Taschenvariationen
  • Tutorial für eine lange Version (steht noch ganz weit oben auf meiner Liste)
  • wirklich ratzfatz genäht
  • absolut geschlechtsneutral
  • Kann auch als Wendebüx oder schnelle Pumphose genäht werden
Im Probenähen haben wir festgestellt, dass die Taschenbeutel zunächst noch zu knapp bemessen waren und sich gerade bei Krabbelkindern ungünstig hinausstülpten. Ich habe meine deswegen zungenäht. An sich auch kein Problem, der Mini-Bär packt seine Autoschlüssel lieber in eine andere Tasche. :D Die Taschen wurden im fertigen Schnitt dann aber nochmal angepasst und sind nun super! Natürlich kann man sie trotzdem für die kleineren Größen entweder weglassen (dann ist die Büx wirklich in ner halben Stunde fertig) oder als Attrappen nähen. Es gibt wirklich unzählige Möglichkeiten!



Ich bin ja bekanntlich Fan schlichter Schnitte. Und die Lütte Büx trifft meinen Geschmack damit vollkommen. Ich mag die vielen Varianten, die im Probenähen entstanden sind. Fühle mich immer sehr inspiriert, wenn ich sehe, wie andere den Schnitt umsetzen. Manchmal kommt man ja auch einfach nicht auf die einfachsten Sachen. Schaut euch einfach mal HIER um - von Hahnentritt über Paspeltaschen bis hin zur Spitze ist wirklich alles dabei. Bin ganz entzückt. :)

Wie sieht es nun aus, würde ich den Schnitt empfehlen? Definitiv. Und wer jetzt denkt, dass ich das nur sage, weil sich das so gehört, der kennt mich nicht gut. Ich denke einfach, dass die Lütte Büx mit ihrer Schlichtheit und Wandlungsfähigkeit jede Schnittsammlung bereichert. Kann mir einfach keine kurze Hose vorstellen, die sich nicht auf Basis dieses Schnittes umsetzen ließe. Noch mehr sogar, wenn man berücksichtigt, dass erklärt ist, wie man sie ganz einfach verlängert. Ohne ne Pumpose zu sein oder wie Schlafanzug auszusehen. Ich bin einfach wirklich überzeugt. 

So. Nun zu den wichtigsten Fakten überhaupt. Wo bekommt man denn das gute Stück? 


Ich werde auf jeden Fall noch lange Versionen nähen (ich mag den Fall so sehr!) und sobald der Frühling dann doch mal Einzug feiert und der Sommer näher rückt, werden wir uns wohl auch ordentlich mit kurzen Büxen eindecken. Ich werde mit Sicherheit berichten - entweder hier, auf Instagram unter @madamelinaedesigns oder bei Facebook. Wahrscheinlich auch auf allen drei Kanälen gleichzeitig. Gehört sich ja so, habe ich gehört.. 

Mir bleibt nun nur noch, euch zu zeigen, wie prima die Büx in Kombination mit Speckbeinchen aussieht. :)







Stoffe: 

Thursday, September 25, 2014

Probenähen für DinoVanSaurier: Zippbert & Schlupfbert

Hallo ihr Lieben,

heute darf ich nun endlich den Teaser von letzter Woche auf Instagram auflösen. 


Da hatte ich das Bild hier gepostet und euch ganz neugierig gemacht, was denn da so in Arbeit sei. Ich durfte für die liebe Dino van Saurier probenähen. 

Probenähen? Was'n das?

Wenn ein Designer einen neuen Schnitt unter die Leute bringen will, zeichnet er ihn erst für sich selbst. Dann gehts an's Gradieren, das heißt, ihn in sämtliche Größen, die er abdecken will, vergrößern bzw. verkleinern. Da man als Designer aber in der Regel keine Schar an Menschen sämtlicher Größen im Kleiderschrank versteckt hat, braucht man Hilfe. Es wird ein Team zusammengetrommelt mit Models in verschiedenen Größen. Man möchte ja wissen, ob der Schnitt sitzt, ob die Länge stimmt und wie er sich bei der Verarbeitung verschiedener Materialien verhält. Zum Schnittmuster schreibt der Designer dann noch eine bebilderte Anleitung und verkauft das ganze zusammen als Ebook. 

So hat das Team in den letzten Wochen über 60 Jacken genäht. Die kann man übrigens alle bei Dino auf der Facebookseite HIER bestaunen.

Das Ebook Zippbert & Schlupfbert beinhaltet eine bebilderte Anleitung und ein digitales Schnittmuster für eine Reißverschlussjacke bzw. eine Schlupfjacke in den Größen 86 bis 152. 

Zugegebenermaßen hatte ich zunächst ordentlich Respekt vor diesem Projekt. Ich hatte noch nie einen teilbaren Reißverschluss verwurstelt. Die Anleitung ist aber wirklich so gut geschrieben, dass das ganz problemlos klappte.

Als erstes habe ich einen Zippbert genäht in Größe 92. Olive hat momentan so circa eine 86. So richtig lässt sich das allerdings nicht sagen, da sie auch in 80er Bodys und 92er Oberteile reinpasst. Ich wollte etwas, unter das man gemütlich noch einen flauschigen Pulli ziehen kann und was bestenfalls über den Winter mitwächst. 
Entstanden ist dann... trommelwirbel.. diese Jacke hier:



Ich bin wirklich stolz. Ich hatte auch noch nie eine Paspel verarbeitet. Die Jacke ist außen aus Baumwolle, innen aus kuschligem Fleece - und um das Ganze wintertauglich zu machen, ist sie mit noch einer Schicht dickerem Fleece gefüttert. Normalerweise ist Olive so gar kein Fan mehr von aus- und umziehen, noch viel weniger vom Modell stehen für mich. Aber als ich ihr die Jacke zeigte, kam sofort ein "uuuuh wow! Mama schick!" von ihr und sie ließ ihre kleinen Ärmchen ohne Mucken in die kuscheligen Ärmel schlüpfen. Und ich kanns verstehen. Ich würde die Jacke auch anziehen. :) Sie ist - und das ist wahrscheinlich nicht so überraschend, da ich sie ja gemacht habe.. :D - genau meine Tasse Tee. Dezent, mit Streifen und nem Hauch von Neon. Ich bin wirklich verliebt in den Schnitt, und nein, das sage ich nicht nur, weil ich mitgearbeitet habe. Ich mag die klaren Linien und das schnickschnackfreie Design. Weniger ist eben mehr. Dino sieht das wie ich, was einer der vielen Gründe ist, warum sie mir so sympathisch ist. 


Die Jacke sitzt, wie man an den Bildern erkennen kann, wirklich gut, obwohl sie noch zu groß ist. Das ist ja auch nicht selbstverständlich. Momentan können wir die Ärmel noch etwas zurückkrempeln, was mir Hoffnung gibt, dass sie über den Winter reicht. Man kann ja nie einschätzen, wann die Wurstis wie viel wachsen. Das machen die immer ganz spontan und dann, wenn man meint, in einer Größe perfekt eingedeckt zu sein. Und dann wird eine Größe übersprungen. Ach ja, Kinder. <3 p="">

Ich habe den Zippbert in der Variante mit Öhrchen, Passe (dem gestreiften Latz) und Bauchtaschen genäht. Der Schnitt bietet ebenfalls rechteckige Taschen mit Klappe, sowie Bündchen an den Ärmelenden an. Damit die Streifen nicht einfach auf der Schulter aufhören, habe ich mich für eine deckungsgleiche rückwärtige Passe entschieden, die so allerdings nicht im Schnitt enthalten ist. Die Passe einzunähen fand ich persönlich sogar anspruchsvoller, als den Reißverschluss zu vernähen. Man muss ein bisschen aufpassen, dass man die Stoffe ganz präzise steckt und vernäht, damit sich nichts verzieht. Das ist natürlich gerade bei gestreiften Stoffen sehr auffällig dann. 




Während wir fleißig an unseren Zippberts arbeiteten, entschied sich Dino, den Schnitt um eine Schlupfjacke zu erweitern - und der Schlupfbert war geboren. Natürlich wollte ich auch diesen Schnitt probieren und entschied mich für eine herbstliche Kombi mit meinem Fuchsstempel. Das kam überraschend gut an, was mich echt sehr sehr stolz macht. Ist ja quasi komplett mein Baby. Hihi.



Der Schlupfbert ist aus fester Baumwolle und mit naturfarbenem Fleece gefüttert. Ich wollte ihn bewusst nicht sooo dick machen, damit er leichter an- und auszuziehen geht. Denn bekanntermaßen hat mein Bärchen eine nicht zu verachtende Babyplauze, die immer mit bedacht werden möchte.



Insgesamt ist der Schlupfbert auch noch mal ein ganzes Stück sauberer geworden als der Zippbert, was zum einen an den geraderen Schnittteilen liegt, zum anderen auch daran, dass Übung bekanntlich den Meister macht. Da die Jacke von meinem Fuchsprint geziert ist, habe ich auf die Öhrchen verzichtet, obwohl ich die echt niedlich finde. Aber es wäre vielleicht etwas zu viel geworden. 



Ich kann den Schnitt wirklich nur empfehlen. Wer mich kennt, der weiß, dass ich nur Sachen bewerbe, die mich auch tatsächlich überzeugen. Und das Ebook tut es definitiv. Man kann mit kleinen Details eine ganze Menge herausholen - sei es Paspel, Applikationen, eine gute Stoffkombi, mit oder ohne Taschen, andere Farbkombi.. Die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt und es ist eigentlich schon fast schade, dass ein Kind gar nicht so viele Jacken auf einmal braucht - denn ich hätte noch für circa drei Jacken Ideen. Eine gefütterte Regenjacke werde ich auf jeden Fall noch nähen. Den mintfarbenen beschichteten Baumwollstoff mit petrolfarbenen Pünktchen habe ich schon hier liegen. Als ob er für mich gemacht sei. Äh für Olive natürlich... 

Den Schnitt könnt ihr übrigens HIER erwerben. Bis einschließlich Freitag noch zum Sonderpreis! Wer am Schnitt interessiert ist, aber noch kleinere Kinder hat, dem sei gesagt, dass sie mit Sicherheit irgendwann reinwachsen - so ein digitales Schnittmuster wird ja nicht schlecht. Die Rabattaktion ist allerdings begrenzt. Also ist das doch ne klare Sache, ne? 

Einen schönen Donnerstag wünsche ich euch noch!

Sunday, August 31, 2014

Über Madamelinae...

... oder: Wat soll dat eigentlich alles?

Hallo ihr Lieben,

heute wollte ich euch in einem Blog Post mal meine Ideen, Vorstellungen und Visionen näher bringen zu allem, was mit meinem neuen kleinen Label so zu tun hat. Ich merke es selbst, dass ich mich viel besser mit "Marken" identifizieren kann, wenn ich etwas über deren Entstehung und die Menschen dahinter weiß. Ich dachte, es ist einfach an der Zeit, mich mal vorzustellen und euch zu erzählen, wer oder was 'Madamelinae' ist, will und sein soll. 

Wer bin ich?

Zunächst also erst einmal ein paar Dinge zu mir. Ich bin Caro, quasi 25 Jahre alt und wohne in Berlin. Ich bin in den letzten Zügen meines Studiums und Mama von zwei kleinen Bärchen. Das große Bärchen heißt Olive und wurde im November 2012 geboren, das kleine Astor und gesellte sich im Mai 2014 zu uns. 
Ursprünglich komme ich aus Sachsen und habe vor Berlin in Italien und Ecuador gelebt und studiert. 
Obwohl mich alles Kreative immer schon interessiert hat, hat es bis vor einem Jahr keine große Rolle in meinem Leben gespielt. 

Wie bin ich zum Nähen gekommen?

Ich bekam zu Weihnachten 2004 Eine Nähmaschine von meiner Mama geschenkt. Damals habe ich mal ein paar Kissenbezüge und einen Rock genäht, dann verstaubte das gute Stück in der Garage meines Opas. Im Frühjahr 2013 waren meine Großeltern das erste Mal zu Besuch in meiner neuen Wohnung in Berlin und brachten einen nicht übersehbaren Berg an Kisten meines alten Lebens mit. Neben einigen Kartons mit Kinderbüchern eben auch meine Victoria. Ich hatte jede Menge Zeit und genügend Bettlaken und aussortierte T-Shirts rumliegen und beschloss einfach, mich mal zu probieren. Mit Hilfe von unzähligen Anleitungen, besonders auf Englisch, erzielte ich schnell kleine Erfolge. 


Mein allerallererstes "Werk". War mal ein Tischdeckchen. 

Das erste Haarband für Olive. Damit fing dann alles tatsächlich an.. Aus dem selben Tshirt entstand auch noch eine Leggings. Dieses Band trägt Olive auch auf dem Bild, was als Vorlage fürs Logo diente. Also hat es großen Symbolcharakter. :)


Aha. Also so wie 492023921 andere Muddis auch?

Könnte man so sagen. Momentan scheint sich ja jeder eine Nähmaschine zu kaufen und ein Gewerbe anzumelden, um etwas zu verkaufen. Oder eben ohne Gewerbeanmeldung, haha. Kurz gesagt: Der Markt quillt nur so über und ich würde mal behaupten, dass jedes Kind mindestens ein handmade-Produkt im Schrank hat. Wo und vor allem warum sollte da noch Platz für mich sein?

Individuellere Designs.

Behaupte ich jetzt mal. Als ich meine Reserven an Stoff vernäht hatte und das erste mal online nach Stoff schaute, war ich vollkommen überwältigt von der Auswahl und wollte am besten alles haben. Äpfel, Eulen, Füchse - einmal zu mir. Danke. 
Aber je mehr ich andere Blogs las und nach Inspiration auf Pinterest suchte, desto mehr stellte ich auch fest: durch die sehr bunten und fast überladenen Designs geht meiner Meinung nach die Individualität der einzelnen Näher total unter. Und irgendwie fand ich das sehr schade, denn eine der Ideen hinter selbstgemachten Stücken ist für mich definitiv auch, dass mein Kind nicht wie die halbe Kita aussehen soll. 

Weniger ist mehr.

Kinder sind bunte Persönlichkeiten, wie ich finde. Natürlich können sie auch bunte Sachen tragen - aber sie müssen es nicht. Ich finde, ihre kleinen fröhlichen Gesichtchen kommen noch besser zur Geltung, wenn bunte Prints nicht davon ablenken. Versteht mich nicht falsch.. Ich mag Füchse und Eulen und so auch. Aber in Maßen. 
Es ging mir auch oft so, dass ich zu gewissen selbstgenähten Teilen kein Pendant im Kleiderschrank gefunden habe und sie deswegen viel zu selten getragen worden. Das ist auch einfach viel zu schade, finde ich. 

Was mag ich besonders?

Puh. Viel zu viel eigentlich. Ich versuche mal, die Sachen einzufangen und aufzuschreiben, die mir gerade im Kopf rumschwirren in dieser prägenden Zeit für mein Label. (Mein Label! Wie das klingt! Hach.) 

  • Farben: marineblau (ist für mich das neue schwarz), mint, petrol, koralle, apricot, senfgelb. Momentan ein bisschen neon hier und da. Und gold und kupfer. 
  • Die oben genannten Farben im Mix. Am besten durch color blocking. 
  • Streifen. Überall. Jederzeit. Am besten noch in Kombi mit einer Farbe. 
  • Geometrische Muster. Da tanzt mein Herz. 
  • Einfache, variable Schnitte, die eher über Farbe oder den Druck herausstechen.
Cordkleidchen. Man erkennt es jetzt nicht so gut, aber der Cord ist grün gepunktet. 

Mint. Streifen. Pünktchen. LIEBE.

Das war ein Upcycling-Projekt aus einem alten Top, bei dem ich den Print einfach cool fand. 

Geometrischer Print, Mint, petrol und senfgelb.. Erklärt sich von selbst. :)


Damit wären wir beim Stoffdruck. Warum, wieso, weshalb?

Ich mag die Idee, die Kleidung meiner Kinder individueller gestalten zu können. Nicht von Verfügbarkeiten von meinen Lieblingsprints abhängig zu sein. Eben dieses Fünkchen des Besonderen und Einzigartigen, das in der Masse der handmade-Produkte vielleicht und hoffentlich doch nicht untergeht. Allerdings bin ich auch Studentin und habe somit ein begrenztes Budget für all meine Ideen zur Verfügung. So bin ich eigentlich eher zufällig auf die Idee gekommen, Stempel selbst zu schnitzen und mir Stoff selbst zu bedrucken. Ja, das ist sehr aufwendig. Aber ich mag, dass ich somit einfach alles in der Hand habe. Ich kann allen Produkten meine persönliche Note verleihen. Dinge, die beliebt sind wie Füchse oder Katzen in meinem eigenen Stil wiedergeben. Das ist ein sehr erfüllendes Gefühl. 

Meine allerersten Stempel. 

Probestempelei mit neuen Designs..

Bestempelter, selbstgenähter Jutebeutel

Jutebeuteldesign, vorn & hinten
Probestempelei.. Füchse in geometrisch. Und gold!

Bestempelte Mütze, Arbeit an neuen Designs




Und sonst so?

Unter Anbetracht dieser Punkte habe ich mir also oft folgende Fragen in letzter Zeit gestellt..

Was will ich anbieten?

Einzigartige, tendenziell eher schlichte Kleidung und Accessoires vor allem für Kinder, durchaus aber auch das ein oder andere Stück für Erwachsene. Ich möchte mich zunächst auf Kinder konzentrieren, weil ich selbst zwei habe, die ständig neue Sachen brauchen und weil man aufgrund der kleineren Sachen auch etwas mehr Spielraum hat materialmäßig. Und man kann ja bekanntlich nicht auf allen Hochzeiten tanzen...
Ich möchte mich zunächst auf ein paar wenige Produkte beschränken, da das Bestempeln natürlich aufwendig ist und ich für jedes Produkt Schnitte in allen Größen brauche. Ich glaube, man kann sich damit schnell übernehmen. 
Es soll ein guter Mix sein aus eigenen Stoffdesigns und Mustern und Farben von Herstellern, die mich sehr ansprechen. Ich muss ja nicht auf Krampf ALLES selbst machen, wenn es durchaus Stoffe gibt, die mir gefallen und die zu mir und meinen Ideen passen.

Babystrampelanzug. Neontürkis/mint und grau. Und Streifen.

Bestempelte Babyhose

Beispiel eines Beutels


Wie will ich das unter die Leute bringen?

Ich werde einen Shop eröffnen, höchstwahrscheinlich bei Etsy, in den ich Produkte einstelle, die ich schon fertig genäht habe. Das wäre das Ideal. Aber da ich ja zunächst auch gar keine Ahnung habe, was in welchen Größen wie gefragt ist, wird es im Shop wohl Prototypen zur Auswahl geben, die ihr dann in den von euch gewünschten Größen bestellen könnt.
Komplett nach Kundenwunsch werde ich höchstwahrscheinlich nicht nähen. Ich habe auch die Erfahrung für mich selbst gemacht, dass mich zu viele Auswahlmöglichkeiten überfordern und ich lieber schon fertige Kombis sehen will, um für mich zu entscheiden, ob ich etwas kaufe. Außerdem würde ich es zeitlich einfach nicht schaffen, allen Wünschen von allen Seiten gerecht zu werden. Also: kleine Brötchen backen.

Wie soll die Zukunft aussehen?

Man soll sich ja auch immer Ziele setzen. Irgendwie ein bisschen einen Plan haben. Einen Schritt nach dem anderen. 
Mir macht das Nähen unheimlich Spaß und einen meiner Würmer in meinen Kreationen zu sehen, bestenfalls noch mit einem enthusiastischen "schiiiiiiii!" belohnt, ist unbeschreiblich erfüllend. Es soll auch weiterhin Spaß machen. Ich habe viele andere Dinge, die mir jeden Tag Aufmerksamkeit und Zeit abfordern, also wäre es unrealistisch, zu hoffen, vom Nähen allein leben zu können. Darum geht es mir tatsächlich gar nicht. Ich möchte meine Ideen verwirklichen und mit euch teilen. Ich möchte aber auch nicht auf der Stelle treten und etwas tun, was jeder andere könnte. Ich habe den Anspruch an mich und mein Label, etwas zu erschaffen, was es noch nicht gibt. Nach fremden Schnitten mit bekannten Stoffen die 491. Pumphose zu nähen, würde mich nicht erfüllen. Versteht mich nicht falsch - ich finde es prima, dass heutzutage so viele nähen und es auch viel leichter ist, an Handgemachtes heranzukommen, wenn man selbst nicht näht - aber es gibt eben schon genug Leute, die das machen. 
Deswegen möchte ich neben den Stempeldesigns, die ich bislang noch nirgends sonst gesehen habe, auch weiterhin an eigenen Schnitten arbeiten und vielleicht auch mal ein Ebook herausbringen. Oder professionell Stoff bedrucken lassen und verkaufen. Allerdings eher nicht in naher Zukunft. Aber man muss ja noch träumen können.. :)

So ihr Lieben. Nun wisst ihr etwas besser über mein Vorhaben bescheid. Ich hoffe sehr, dass meine Ideen Anklang finden und ich tatsächlich eine gefragte Nische gefunden habe. Ich bin so aufgeregt und gespannt!

Im nächsten Schritt seid ihr gefragt. Dazu dann mehr in den nächsten Tagen!

Bis dahin lade ich euch ein, ein bisschen in der Menüleiste rumzustöbern - da habe ich quasi mein Nähtagebuch hinterlegt mit (fast) allen Sachen, die ich bislang genäht habe. Ich freue mich immer über Kommentare und Feedback. Einen schönen Sonntag euch allen noch,

Eure Caro